Stress lass nach - oder: in der Ruhe liegt die Kraft
Unsere Gesellschaft wird immer schneller. Nie in der Geschichte der Menschheit musste jeder von uns so viele Informationen in so kurzer Zeit verarbeiten wie heute. Wir sind stolz auf den Fortschritt, auf die Technik, die wir im Beruf und auch privat nutzen. Auf die ständige Erreichbarkeit und die vermeintliche Vernetzung.
Doch das alles hat einen Preis. Unser Nervensystem ist unserem technischen Fortschritt nicht gewachsen. Wir können nicht erwarten, dass ein bewährtes, Jahrtausende lang funktionierendes System wie unser Nervensystem sich innerhalb von 2 Jahrzehnten komplett verändert. Im Grunde ist unser Körper und unser Nervensystem immer noch so wie zur Steinzeit.
Unser Körper reagiert auf stressige Situationen immer gleich, auch wenn wir zunächst denken, dass der Stress auch positiv sein kann.
Dauert eine stressige Situation zu lange an, oder wiederholt sich zu oft, erholt sich unser Nervensystem nicht mehr. Wir merken es daran, dass sich erste Symptome einstellen, die so einfach nicht mehr verschwinden.
Wie aber gehen wir mit dem Stress um, der sich manchmal nicht so einfach abstellen lässt. Ob beruflich oder privat, manche Phasen im Leben sind nicht so ohne weiteres zu verändern.
Aber unser inneres Erleben lässt sich verändern, unsere Selbstfürsorge und die Art, wie wir auf Stress reagieren und damit umgehen.
Und das lässt sich erlernen.
In meiner Praxis in Dortmund biete ich folgende Therapien zur Entspannung an:
- Beratungsgespräche und Stressmanagement
- Achtsamkeit
- Meditation (geführt)
- Yin Yoga (einzeln oder für Gruppen bis 3 Personen)
- Slow Yoga (einzeln oder in Gruppen bis 3 Personen)
- Yoga Nidra (einzeln oder für Gruppen bis 3 Personen)
- Lösung von Energieblockaden (Chakra und Muskeln)
- Pranayama
- Schamanische Reisen: Kraftplatz, Heilreise durch die 4 Kammern, Krafttier, Seelenrückholung, der innere Heiler und andere
Yin Yoga
Yin Yoga ist eine eigenständige Form des Yoga. Begründet von Paulie Zink, Paul Grilley und Sarah Powers hat Yin Yoga einen stak beruhigenden Effekt auf unser Nervensystem. Die Fähigkeiten und Grenzen des Körpers bestimmen die einzelnen Haltungen, die länger gehalten werden als bei den anderen Yogastilen.
Yin Yoga ist sanft, kraftvoll, mehr sein als tun.
Yin Yoga ist Hingabe und Loslassen.
Yin Yoga ist ankommen in der Stille und bei uns selbst.
Yin Yoga ist der Raum, in dem Heilung geschieht.
Beim Yin Yoga gehen wir sanft in die einzelnen Haltungen, beachten die Möglichkeiten unseres Körpers und wirken auf die tiefen Schichten, die Faszien, das Bindegewebe, hydrieren unsere Gewebe und entspannen unser parasympathisches Nervensystem.
Die einzelnen Haltungen werden 2- 5 Minuten gehalten, denn erst nach 90 Sekunden wirkt der sanfte Zug und die Gewebe reagieren. Wir geben uns Raum und Zeit, lassen los und öffnen uns für die Entschleunigung im Jetzt.
„Nur in der Stille beginnt der Körper zu sprechen.“
"In der Zeit entsteht Raum – für Loslassen, Weite und Regeneration."
Slow Yoga
Jeder kann Yoga machen. Yoga ist kein Wettbewerb der perfekten Haltung, der besten Dehnung oder der größten Ausdauer.
Jeder Körper ist anders. Jede Yogini bringt andere Voraussetzungen mit.
Meine Slow Yoga Einheiten holen alle da ab, wo sie gerade sind. Die Flows sind langsam, beruhigend, kräftigend, nährend. Unperfektheit ist willkommen.
Wir können spezielle Themen wählen - z.B. für den Rücken oder Kräftigung einzelner Körperregionen oder den ganzen Körper unterstützen beweglicher zu werden.
Bei meinen Slow Yoga Stunden halten wir die einzelnen Asanas etwas länger, hören in den Körper, atmen bewusst. Wir nehmen uns Zeit, lassen die Übungen auf den Körper und unser vegetatives Nervensystem wirken, und kehren nach der Stunde erfrischt und gestärkt in den Alltag zurück.
Yoga Nidra - der yogische Schlaf
Yoga Nidra entfaltet seine Wirkung in den verschiedenen Ebenen des Seins: körperlich, geistig, emotional und spirituell. Es entsteht ein Raum tiefer Ruhe, in dem Regeneration und Rückverbindung mit uns selbst möglich ist.
Der Körper gleitet in einen Zustand tiefer Ruhe, vergleichbar mit dem des Schlafes. Hier reguliert sich das Nervensystem. Der Cortisolspiegel reduziert sich, Blutdruck und Puls sinken, die Muskeln entspannen und lassen los.
Unsere Gedanken kommen zur Ruhe, eine innere Klarheit entsteht.
Es wird gespürt, nicht bewertet. Der Atem darf kommen und gehen, der Körper auf der Unterlage liegen und schwer werden, getragen, geborgen.
Der Geist geht auf die Reise. Durch den Körper. In die Entspannung. In heilsame Bilder. Alles ist gut, so wie es ist.
Wenn Gedanken kommen, dürfen sie sein, wir beobachten sie und lassen sie wieder gehen. Sie sind nicht wichtig.
Im Zustand tiefer Entspannung entsteht eine innere Weite und Klarheit, die mehr ist, als wir im Alltag erfahren können. Wir fühlen uns verbunden, gehalten. Wir kehren zurück zu unserem inneren Licht, das immer da ist, auch wenn das Leben gerade herausfordernd ist.
Auf diese Weise verbinden wir uns wieder mit uns selbst.
Der ganze Körper kommt ins Gleichgewicht.
Durch diese tiefe Form der Entspannung kann sich sogar unser hormonelles System in Balance bringen.
Wechseljahrssymptome werden gelindert, der Nachtschlaf wird besser, das Gefühl einer allgemeinen Stärke im Alltag entsteht.
Pranayama - die bewußte Atmung
Prana bedeutet Lebensenergie.
Pranayama ist einer der ältesten Atemtechniken.
Unser Atem ist ein ständiger Begleiter solange wir leben. Er ist eine Brücke zu unserem Körper. Durch ihn drücken wir unbewusst aus, wie es uns geht. Sind wir angespannt und gestresst wird unser Atem kurz und oberflächlich. In der Entspannung fließt er weich und tief.
Durch bewusstes Atmen können wir Einfluss auf unser Nervensystem gewinnen. Langsames langes Ausatmen beruhigt unseren Vagusnerv.
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Der Atem ist das unsichtbare Band, das Körper und Geist verbindet, ein kontinuierlicher Fluss, der uns am Leben hält. Oft nehmen wir ihn als selbstverständlich hin – bis wir beginnen, bewusst hinzusehen. Der Atem ist
nicht nur ein physiologischer Vorgang, sondern das Tor zu innerer Ruhe, Gesundheit und persönlichem Wachstum.
Neurophysiologisch konnte bewiesen werden,
- dass bestimmte Atemtechniken gezielt auf das autonome Nervensystem einwirken und so Stress, Angst und depressive Symptome lindern können. Dabei spielt das Gleichgewicht zwischen Sympathikus (Aktivierung) und Parasympathikus (Entspannung) eine zentrale Rolle.
- Langsame, tiefe Atmung aktiviert den Parasympathikus und fördert Entspannung.
- Schnelle, rhythmische Atmung führt zur Harmonisierung der neuronalen Aktivität und Reduktion von Übererregung.
- Atempausen und bewusste Kontrolle der Atemfrequenz bedingen Stabilisierung emotionaler Zustände.
- Cortisol (Stresshormon) wird reduziert, was zu einer geringeren Stressbelastung führt.
- Ängste und Panikreaktionen werden reduziert.
- Die GABA-Produktion steigt, was eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem hat.
Langfristig führt die bewusste Atmung zu einer verbesserten Resilienz gegenüber Stress und fördert mentale Klarheit und emotionale Balance.
Meditation
bedeutet nicht nur, stundenlag ruhig an einem Platz zu sitzen, sondern kann viele verschieden Formen haben. Meditation beginnt mit der aufmerksamen Selbstbeobachtung des Atems, kann in Bewegung erlebt oder auch von mir sprachlich begleitet und geführt werden. Wir können durch eine (kurze) Meditation zur Ruhe kommen, weg von dem unablässigen Geplapper unserer Gedanken.
Meditation ist lebendig und für jeden etwas anders. Aber immer zutiefst entspannend und wohl tuend.
Ich lade dich ein mit mir eine Reise in die innere Welt zu probieren um bei dir anzukommen. Selbstheilung ist möglich, wenn wir uns selbst freundlich und wertungsfrei begegnen. Und Meditation bietet eine Möglichkeit dazu.
Bettina Brune
Heilpraktikerin




